Dr. med. Wolfgang Wesiack

Ehrenpräsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten


Studium der Medizin in München und Hamburg, 1973
Staatsexamen in Hamburg sowie anschließende Promotion an der Universität Hamburg. Zwischen 1974 und 1981 Weiterbildung am AK Altona in Hamburg, Facharzt für Innere Medizin 1981. Seit 1983 ist er in eigener Praxis in Hamburg - Lurup niedergelassen. Von 2004 bis 2016 war Dr. Wolfgang Wesiack Präsident des BDI.


Thesen im Rahmen der Podiumsdiskussion

1. Forderung an die Politik
Die Politik muss weniger Gesetze erlassen, da das permanente Drehen an den Stellschrauben der Niederlassung und des vertragsärztlichens Tuns und die damit einher gehende mangelnde Rechtssicherheit verständlicherweise zu Verunsicherung und Ängsten seitens der nachkommenden Generation führen.

2. Bitte an die Selbstverwaltung
Sämtliche Möglichkeiten und Strukturen, die es im Bereich der Niederlassung bereits gibt, müssen transparent gemacht und mit weiteren Maßnahmen gefördert werden. Dazu gehören u. a. die Möglichkeiten der gemeinsamen Berufsausübung im Team wie auch die Option der Angestelltentätigkeit.

3. Kommentar zur Bedarfsplanung
Die Bedarfsplanung in ihrer derzeitigen Form ist nicht faktenbasiert und stellt ein Hindernis für die Niederlassung der jungen Mediziner dar. Sie sollte daher abgeschafft bzw. zumindest ausgesetzt werden, bis sie auf realistischen Daten fußt.

4. Allgemeiner Appell an Selbstverwaltung und Marburger Bund
Kooperation und nicht länger Konfrontation muss für beide Akteure das Ziel sein, um gemeinsam und übergreifend die Position des angestellten Arztes (in der Niederlassung) gänzlich neu zu denken.