Dr. Kevin Jasper Schulte

Assistenzarzt Universitätsklinik Schleswig-Holstein –Kiel, Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten


Promotion in der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten der Universitätsklinik Aachen, ausgezeichnet mit der Borchers Plakette, dem Grünenthal–Promotionspreis und dem Friedrich-Wilhelm-Promotionspreis. Anschließend absolvierte er sein Studium der Humanmedizin an der RWTH Aaachen, ebenfalls ausgezeichnet mit der Springorum Denkmünze der RWTH Aachen. Seit 2012 ist er Sprecher der außerordentlichen Mitglieder im Berufsverband Deutscher Internisten e.V. sowie Sprecher des Bündnis JUNGE ÄRZTE. Von 2012 bis 2015 war er als Assistenzarzt an der Universitätsklinik Aachen (Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, rheumatologische und immunologische Erkrankungen), anschließend - bis gegenwärtig - in gleicher Funktion am Universitätsklinik Schleswig-Holstein–Kiel (Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten) tätig.


Thesen im Rahmen der Podiumsdiskussion

1. Einer zunehmenden Morbidität, Komplexität und berechtigterweise höheren Anspruchshaltung unserer  Patienten werden Ärztinnen und Ärzte in Zukunft (im ambulanten Bereich) nur in einem freiheitlichen, stabilen und wirtschaftlich hinreichend ausgestalteten, leistungsfördernden Rahmen gerecht werden können.  Freiheitlich, weil nur dann innovative und effektive Lösungen sowie Organisationsformen entstehen. Stabil, damit eine langfristige Planbarkeit möglich wird und die Bereitschaft für eine Niederlassung zunimmt. Wirtschaftlich solide und leistungsfördernd, da es eines klaren, transparenten Zusammenhangs zwischen einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung und der Vergütung bedarf, um die anstehenden Herausforderung zu bewältigen.
 
2. Nicht hilfreich sind unflexible, planwirtschaftliche Lösungen (z.B. Landarztquote) und die politische Förderung einer wirtschaftlich-unmittelbaren Abhängigkeit der Ärztinnen und Ärzte (Stichwort: Trennung von ökonomischer und ärztlicher Verantwortung). Ersteres verkennt, dass Eigeninitiative und Motivation die Grundvoraussetzung von engagierter und qualitativ hochwertiger Arbeit sind. Letzteres unterminiert die medizinische Behandlungsqualität, weil der wirtschaftlich Profittragende nicht mehr durch die unmittelbar menschlich-medizinische Verantwortung zum Maß halten gezügelt wird.